Eine SKG Rassezucht in der heutigen Zeit ist mit einem grossen zeitlichen, finanziellen und emotionalen Aufwand verbunden. Das wissen viele Menschen nicht. Fortbildungen, Gesundheitscheck der
Hunde, Zuchtzulassungsprüfungen, diverse Einkäufe und Anpassungen für das Wurf- und Welpenzimmer, die Aussenanlage mit Spielgeräten für die Kleinen, Hundebetten, Decken, eine robuste
Waschmaschine die bei einem Wurf täglich in Betrieb ist, Mitgliedschaft im Rasseclub, SKG, Hundeverein usw. Man investiert sehr viel vor Beginn seiner Zucht und selbstverständlich auch
fortlaufend.
Herzblut, Durchhaltevermögen, Geduld und viel, viel Freude braucht eine Züchterin, ein Züchter für eine sorgfältig und seriös geführte Zucht. Führt man eine kleine Zucht ist die Planung und
Durchführung eines Wurfes der Höhepunkt des Jahres. Da werden Stammbäume und Ankörberichte von Rüden studiert, untereinander verglichen und Anfragen gestartet, evtl. auch Ausstellungen besucht,
immer mit dem Gedanken welcher Rüde passt gut zu der eigenen Hündin, ergänzt ihre Vorzüge und gleicht eventuelle Nachteile aus. Das Ziel ist immer sich weiter zu verbessern und eine optimale
Verpaarung zu ermöglichen. Die Deckung kostet übrigens gleichviel, ob man nun 2 Welpen mit zusätzlichem Kaiserschnitt bekommt oder 7 Kleine ohne Probleme geboren werden.
Manchmal hat man Glück und die Fahrt zum Deckrüden ist nicht weit, manchmal ist man sehr lange unterwegs, ev. noch mit Übernachtung. Wer keinen eigenen Zuchtrüden hat, wie ich, macht bei der
Tierärztin laufend den Progesterontest, um den optimalen Zeitpunkt zu eruieren und so ein «gfreutes» Treffen zwischen Rüde und Hündin zu erhalten.
Nach einer erfolgreichen Deckung wird meist innerhalb von 48 Stunden der Deckakt wiederholt, um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen. Nun folgt die lange Wartezeit.
Eine Herzensangelegenheit
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15. Januar 2021