Havaneser scheren?

Die meisten Havaneser haben ein zweilagiges Haarkleid, bestehend aus dem farbreichen seidigen Deckhaar und dem farbarmen, eher wattigem Unterhaar, auch Wollhaar genannt. Dabei handelt es sich aber nicht um die klassische Unterwolle mit jahreszeitlich bedingtem Fellwechsel. Das tote Unterhaar fällt beim Havaneser nicht von alleine aus und sollte regelmässig gründlich ausgekämmt werden, da es sich sonst mit dem Deckhaar verwebt und so den klassischen Filz bildet.

Bei einer Schur werden zwangsläufig alle Haarschichten bis auf wenige Millimeter mechanisch gekürzt. Das Deckhaar kann dadurch zerstört werden und damit auch automatisch die Thermo-Regulation und der Sonnenschutz für die empfindliche Haut. Die Kapillaren (der dritte Gefässtyp des Blutkreislaufs) die zu den Haarwurzeln führen können „verschmelzen" und das Nachwachsen des Deckhaars verhindern. Das farbintensive Deckhaar bei geschorenen Hunden wird meist nicht wieder so schön wie es ursprünglich war. Die bereits abgestorbene Unterwolle wird durch das Scheren nicht entfernt und lässt sich nun auch nicht mehr gut ausbürsten. Zusammen mit dem nachwachsenden Unterhaar bildet sich in kurzer Zeit eine Art Filz-T`shirt, denn ein kurzhaariger Hund wird eher seltener gründlich ausgekämmt in der Annahme, dass es nicht nötig ist. Das Problem kann sich in der Sommerhitze noch verschlimmern und zusätzlich läuft bei Regen das Wasser schlechter ab, die Unterwolle saugt sich voll und bleibt klamm auf der Haut. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit besser und kann einen Nährboden für Bakterien, Pilze und Parasiten bilden.

 

Falls ihr Hund ein dichtes, geschoren Fell hat, sollte er sicher am Anfang 2-3 in der Woche gut auszukämmt werden, damit wieder genug Luft an die Haut kommt. Auf dem Foto unten sieht man gut, an welcher Stelle beim Hund die wattige, abgestorbene Wolle schon ausgekämmt worden ist. Schon bald zeigt sich der Erfolg und es kommt wieder genügend Luft an die Haut.  schon ausgekämmt worden ist. Schon bald zeigt sich der Erfolg und es kommt wieder genügend Luft an die Haut.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0